Irgendwo über Kenia in der Luft, 11.12. (Christine)

Vorgestern nachmittag liefen wir dann in Johannesburg ein. Olaf wollte in einen Themen-/Vergnügungspark "Gold Reef City", der eine Tour in einen alten Goldminen-Schacht anbot. Haben wir dann gemacht, war irgendwie nicht sonderlich spektakulär.

Dafür sind wir beim Rundgang noch auf eine Tanzveranstaltung der Zulu gestoßen und auf diverse Straßenmusikanten, allein dafür hat sich der Besuch schon gelohnt. Man muß schon sagen, daß die Schwarzen im Gegensatz zu uns echt Musik und Rhythmus im Blut haben, das reißt einen richtig mit.

Gestern hatten wir dann noch einen Tag in Johannesburg. Leider ist die Stadt in manchen Teilen ziemlich gefährlich, deshalb sind wir nicht übermäßig viel herumgefahren. Wenn man sich nicht auskennt, ist man ruck-zuck irgendwo, wo's "komisch" ist. Für eine organisierte Tour hat dann leider auch die Zeit nicht gelangt.

Wir sind dann noch in's Apartheid-Museum in der Nähe vom Hotel. Man weiß ja, was damals hier abgegangen ist, aber das auf Bildern bzw. Kurzfilmen zu sehen, war teilweise schon kraß.



Nachgestellt: Eingänge für Weiße und "Nicht-Weiße"

Ohne Worte


Wie es halt so ist - die Apartheid ist zwar schon länger abgeschafft, aber so richtig "gleich" sind die Schwarzen noch immer nicht. In weniger angesehenen Jobs (Straßenbauarbeiter, Kassierer, Parkplatzwächter, Bedienung, Reinigungskraft, Tankwart) haben wir fast ausnahmslos Schwarze gesehen. Weiße sind nur als "Chefs", Farmbesitzer, usw. in Erscheinung getreten.  Der Schwarze im Slum mag noch so intelligent sein, aber ohne Schul- bzw. sonstige Ausbildung kommt er einfach aus seinem Sumpf nicht raus. Es wird wahrscheinlich noch etliche Jahre dauern, bis sich hier (hoffentlich) etwas zum Positiven tut.



Schade, daß die Zeit im südlichen Afrika vorbei ist. Ich hab mich hier wohl gefühlt. Botswana war teilweise nervig wegen der unsäglichen Verkehrswege, bei Südafrika hätte man das eine oder andere Ziel im Osten weglassen können und in Namibia hätte man ein wenig mehr Zeit verbringen können. Aber so ist's halt, hinterher ist man immer schlauer und ganz grobe Planungsfehler haben wir eigentlich nicht gemacht.

In ca. 3 Stunden landen wir in Dubai, jetzt gibt's erstmal was zu Futtern.